Die deutsche Kriegsmarine 1935 - 1945

Lizenzausgabe



Inhalt:
Nach der Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg befand sich die Reichsmarine in einer schwierigen Situation: Der weitestgehende Verlust ihrer Substanz an Großkampfschiffen und strenge Rüstungsbeschränkungen zwangen zu quantitativen und technischen Kompromissen, die es Deutschland verboten, in Wettbewerb auch nur zu mittleren Seemächten, geschweige denn zu potentiellen Gegnern zu treten. Doch als die Marine nach 1933 allmählich zu einem Instrument der langfristigen Machtpolitik Hitlers wurde, setzte ein ehrgeiziges Flottenbauprogramm ein. Dennoch war die nunmehrige Kriegsmarine in keiner Weise auf einen größeren Konflikt vorbereitet, als Hitler am 1. September 1939 den Zweiten Weltkrieg eröffnete. ,
In diesem Konflikt, der sie wiederum in eine Auseinandersetzung mit der damals größten Seemacht Großbritannien brachte, konnte die Kriegsmarine nicht hoffen, mit ihren bescheidenen Überwasserstreitkräften dem Gegner erfolgreich Paroli bieten zu können. Vielmehr lag der Schwerpunkt ihres Einsatzes im Handelskrieg, um die Versorgung Großbritanniens mit kriegswichtigen Gütern zu unterbrechen. Im Rahmen dieser Zielsetzung blieb den deutschen Überwasserstreitkräften ungeachtet einiger spektakulärer Erfolge -etwa die Versenkung des berühmten britischen Schlachtkreuzers Hood durch das Schlachtschiff Bismarck-ein durchschlagender Erfolg versagt, so daß Hitler alsbald das Interesse an den schweren Überwasserstreitkräften verlor und seine Aufmerksamkeit mehr und mehr der U-Boot-Waffe zuwandte, die im März 1942 mit über 110 im Fronteinsatz befindlichen Booten eine beachtliche Stärke erreicht hatte. Die U-Boote erzielten auf den wichtigsten alliierten Seewegen im Atlantik und Nordpolarmeer große Erfolge, so daß die Alliierten ihre Seestreitkräfte und weitreichenden Aufklärungsflugzeuge auf die Sicherung der Konvois konzentrieren mußten. Im weiteren Kriegsverlauf verlor die Kriegsmarine jedoch den Wettlauf mit der alliierten U-Boot-Abwehr sowohl in quantitativer als auch in technischer Hinsicht. Die Wirksamkeit der U-Boote schwand dahin, ihre Verluste stiegen dramatisch an. Dennoch kämpften deutsche U-Boote - auf verlorenem Posten - bis in die letzten Kriegstage.
Francois-Emmanuel Brézet schreibt die Geschichte der deutschen Kriegsmarine »sine ira et studio« aus der quasi neutralen Sicht eines französischen Seeoffiziers und Marinehistorikers. Mit seiner kenntnisreichen, ausgewogenen Darstellung und seinem fairen Urteil steht sein Werk gleichwertig neben dem Werk seines Landsmanns Philippe Masson »Die deutsche Armee«.

Vorwort
von Werner Rahn

Vorbemerkung und Danksagung des Autors zur deutschen Ausgabe

Von der Reichsmarine zur Kriegsmarine
Der Wiederaufbau der deutschen Marine
Anmerkungen

»Fall Weiß«
Der Kriegsausbruch (1. September 1939)
Anmerkungen

Der »Handelskrieg«
Nordsee und Atlantik (Oktober 1939-März 1940)
Anmerkungen
Die deutsche Kriegsmarine

Unternehmen »Weserübung«
Dänemark und Norwegen (April 1940-Juni 1940)
Anmerkungen

Unternehmen »Seelöwe«
Ansätze zu einer alternativen Strategie (Juli 1940-September 1940)
Anmerkungen

U-Boote und Luftstreitkräfte im Zufuhrkrieg
Britische Inseln und Atlantischer Ozean (Juni 1940-März 1941)
Anmerkungen

RRR ... Raider-Alarm
Der Handelskrieg der Hilfskreuzer (März 1940-März 1941)
Anmerkungen

Schwere Überwasserstreitkräfte im Handelskrieg
Schlachtschiffe im Atlantik und das Ende der »Bismarck« (Oktober 1940-Mai 1941)
Anmerkungen

»Ultra«
Der U-Boot-Krieg im Atlantischen Ozean und im Mittelmeer (April 1940-Dezember 1941)
Anmerkungen

»Paukenschlag«
Der U-Boot-Krieg nach dem Kriegseintritt der USA (Januar 1942-Juli 1942)
Anmerkungen

Der strategische Rückzug nach Norwegen
Raeders Sturz (September 1941-Januar 1943)
Anmerkungen

Die Entscheidungsschlacht im Nordatlantik
Wende in der deutschen Seekriegführung (Juli 1942-Mai 1943)
Anmerkungen

Ein neuer Oberbefehlshaber für die Kriegsmarine
Das Ende der Scharnhorst (Januar 1943-Dezember 1943)
Anmerkungen

Der technologische Wettlauf im U-Boot-Krieg
Erneuter Rückzug aus dem Nordatlantik (Mai 1943-März 1944)
Anmerkungen

Die letzten Operationen und das Ende in der Ostsee
Die große Tat der Kriegsmarine (Januar 1944-Mai 1945)
Anmerkungen

Epilog
Erich Raeder und Karl Dönitz
Anmerkungen
Anhang
Abkürzungen
Quellen- und Literaturverzeichnis
Verzeichnis der Karten
Personenregister
Quelle & ©: F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH
letzte Änderung: 26.12.2017
  original Ausgabe   Lizenzausgabe
original Titel:
Autor:
Erscheinungsjahr:         
Verlag:
Histoire de la marine allemande 1939-1945
Francois-Emmanuel Brézet
1999
Librairie Académique Perrin
Erscheinungsjahr:         
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ISBN:
Seiten:
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Einband:
2003
F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München
3-7766-22-38-5
448
22,9 x 16 x 3,8 cm
802 g
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