Plattbugkreuzer
Artillerieträger der Marine im Einsatz
   
 
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Gerd-Dietrich Schneider
1998
Verlag E.S. Mittler & Sohn GmbH, Hamburg-Berlin-Bonn
3-8132-0555-X
196 + 1 Seite Verlagswerbung
29,5 x 23,4 x 1,7 cm
1173 g
Kartoneinband mit illustriertem Schutzumschlag
 

Inhalt:
     
Von 142 in Dienst gestellten Artillerieträgern der Gattung »Plattbugkreuzer« gingen 74 verloren, mithin jeder zweite.

Seekriegsliteratur über die harten, fast permanenten Kämpfe der Sicherungsstreitkräfte ist leider Mangelware.

Mit Gerd-Dietrich Schneider kommt jedoch einer von den fünf Ritterkreuzträgern der Landungs- und Artillerieträger-Flottillen zu Wort.

Unpathetisch sagt er aus, mit welchen Improvisationskünsten die überhaupt nicht auf einen Krieg mit den beiden größten Seemächten der damaligen Zeit eingestellte, allzu kleine deutsche Marine eine Antwort auf die Herausforderung zu geben versuchte.

Der Verfasser dieses Buches wurde mit 19 Jahren als Oberfähnrich zur See jüngster Kommandant und mit erst 23 Jahren als Oberleutnant jüngster Flottillenchef der Kriegsmarine. Er führte die 8. artillerieträger-Flottille im Kanal, an der Invasionsfront, im Kampfraum Schelde und zuletzt in Vorpommern. Sicherlich hat das Gros der maritim interessierten Leser das Wort »Artillerieträger« bislang kaum gehört. Es handelt sich um jene »Plattbugkreuzer«, die aus den serienmäßig gebauten Marinefährprähmen hervorgegangen sind. Diese fungierten in 21 Landungsflottillen an allen Fronten der bis zu 18.000 Kilometer lang gewordenen Küstenvorfeldes als Nachschub-»Spediteure«, Truppen- und Verwundetentransporter, Geleitfahrzeuge, Minenleger, Sperrbrecher und sogar BefehlsU-Jäger.

In komprimierter Form, mit einer Fülle interessanter Fotos, zeichnet der Autor auch ihre Entstehungsgeschichte auf. Solche einfach und schnell zu bauenden, von ihren Besatzungen mit feiner Selbstironie als »Schlickrutscher« bezeichneten Marinefährprähme (MFP) waren überall zwischen der Barentssee und Nordafrika, der Biskaya und der Ägäis, dem Schwarzen und dem Asowschen Meer im Einsatz. Die MFP-Artillerieträger wurden ab 1943 zum »harten Kern« dieses improvisierten »Flottenersatzes«. Sie wurden zur »Feuerwehr« an den Brennpunkten des Geschehens und übernahmen Aufgaben, die bei etablierten Seemächten von Fregatten und Zerstörern wahrgenommen wurden!

Ein sonderbares Fernschreiben
Bahnfahrt zum Nachdenken
Über uns das Damoklesschwert
»Kampffähren« als Schrittmacher
Rasante Entwicklung
Starke Nerven sind gefragt
Der »Steckbrief« unserer »Kreuzer«
Werftpfusch zum Haare-Ausraufen
Die Invasion
Nur das Ausgereifte zählt
Die Sache wird ernst
Erste bittere Verluste
Das Schnellgespann als »neue Masche«
Keine Generationsprobleme
Verhängnisvoller Munitionsnachschub
»Volksliste 3«
»Kameraden mit der anderen Feldpostnummer«
»Dicke Luft« vor Fécamp
Schlag gegen die Gruppe Conrad
Im Feuer schwerer Kaliber
Zwischenstation Holland
Vorbereiten auf die nächste Front
Hamburger Intermezzo
Kurs Ostsee
Panzernahkampf an der Dievenow
In »Radarfahrt« nach Swinemünde
Durchbruch nach Stettin
»Toter Mann« im Papenwasser
Mit dem Schwimmdock »auf Schiet«
»Tallboys« rauschen herab
»Seekrieg« auf dem Main
Kein »Vorbeimogeln« mehr
Neue Front am Peenestrom
Brückensprengung nur nach Vorgabe
Das Drama um AF 106
Panzerabschuß samt Scheune
Verteidigung auf Zeitgewinn
Operation »Knobelbecher«
Viel »Fortune« gehabt
»Hol nieder Flagge!«
Im stillen Winkel der Schlei
Zwischen Krieg und Frieden

ANHANG
Die Artillerieträger-Flottillen

Nachwort und Dankadresse
Literaturverzeichnis
    Quelle & ©: Verlag E.S. Mittler & Sohn GmbH, Hamburg-Berlin-Bonn
letzte Änderung: 12.11.2018
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